Es wächst in alle Richtungen
In Gatow haben wir zahlreiche Aussaaten gemacht, unter anderem Spinat, Radieschen und Möhren. Die ersten Sätze sind uns leider in der wieder durchwachsenden Gründüngung untergegangen. Gepflanzt haben wir Salat, Kohlrabi und Mangold, dann Fenchel, erstmals Stangensellerie und unsere bewährten Kräuter Petersilie, Schnittlauch und Koriander.
Beim Tag der offenen Tür im Umweltbildungszentrum Gatow haben zwei Solawistinnen einen Infostand zu SpeiseGut betreut. So etwas geht nur, weil Mitglieder es selbst in die Hand nehmen.
Ein Feiertag im Tomatenhaus
An Himmelfahrt hat die Acker-Initiative eingeladen, mitzuackern. Das sind Mitglieder, die das Team mit zusätzlichen Mitmachtagen unterstützen und sie selbst leiten. Von Solawistas für Solawistas. Mit Mitbring-Buffet und einer kleinen Ackerführung für alle, die neu sind.
Das Wetter hat die Arbeit in den Möhren nicht zugelassen, also haben wir geschützt in den Folientunneln gearbeitet. 500 Strauchtomaten kamen an diesem Tag in den Boden. Das klingt nicht nach viel, aber jeder Schritt braucht Zeit und Präzision: Die Fläche war an den Vortagen gejätet, gefräst und geglättet worden. Morgens wurden die Tröpfchenschläuche verlegt, dann die Pflanzabstände markiert, die Tomaten verteilt, Löcher gegraben, Hornspäne als Dünger verteilt und die Pflanzen vorsichtig, aber fest in die Erde gedrückt.
Parallel wurden stundenlang die Tomatenschiffchen aufgehängt, an denen die Tomaten beim Wachsen hochgebunden werden. Etwa die Hälfte davon hatte eine Solawistin in den Wochen davor zu Hause neu mit Schnur aufgewickelt. Am Ende wurden die Schläuche fixiert, und die ersten 1.000 Liter Wasser liefen durch.
Mit 15 Solawistas war der Tag ein voller Erfolg, und am Abend waren wir in Feierstimmung. Es wird in diesem Jahr deutlich mehr Tomaten geben als in den letzten zwei Jahren, darunter vertraute Sorten und einige neue.
Hochsaison
Wir sind in der Hochsaison angekommen. An allen Ecken sprießen Gemüse und Unkraut gleichzeitig. Es ist jedes Jahr erstaunlich, wie plötzlich alles so enorm wächst.
Der kalte Frühlingsstart hat Spuren hinterlassen. Die ersten Pflanzungen sind kaum weiter als die, die zwei bis vier Wochen später in den Boden kamen. Und der Stress aus wechselnden Temperaturen und Wasser hat dazu geführt, dass Spinat, Asiasalat und Rucola teilweise schon blühen, obwohl sie noch recht klein sind.
Gurken nach draußen, Trommel wieder da
Wir haben in diesem Jahr den kompletten Gurkenanbau ins Freiland gelegt und eine ordentliche Menge gepflanzt. Gegen Mehltau haben wir robuste Sorten gewählt und bewässern mit Tropfschläuchen. Wir sind sehr gespannt.
Und unsere Beregnungstrommel ist wieder voll funktionsfähig, nachdem wir im letzten Jahr ganz auf sie verzichten mussten. Einmal aufgestellt und ausgezogen, rollt sie sich über Stunden selbst ein und bewässert dabei eine große Fläche. Eine enorme Erleichterung.
Mit der Maschine haben wir alle Kulturen durchgehackt. Für den Feinschliff muss trotzdem jemand mit der Hand ran, besonders bei lang stehenden Kulturen wie den Zwiebeln. Kleines Unkraut wird dort ganz schnell groß, und dann ist es nicht mehr zu bändigen.
Zusammengestellt aus den Acker News vom 05.05., 12.05., 20.05. und 27.05.2026, dem wöchentlichen Newsletter an unsere Mitglieder.