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Was Leute vorher wissen wollen.

34 Fragen, von der Idee bis zur Abholung.

Warum das keine Abo-Kiste ist.

Das Prinzip

Was heißt Solidarische Landwirtschaft?

Wir bezahlen gemeinsam den Anbau, nicht die einzelne Kiste, und teilen uns dafür die Ernte. Der Betrieb kann planen und muss nicht auf den Marktpreis schauen. Ein schlechtes Jahr trägt er nicht allein, eine gute Ernte gehört allen. Ab und zu helfen wir auf dem Acker mit.

Mehr zur Idee steht beim Netzwerk Solidarische Landwirtschaft e.V.

Was ist ein Ernteanteil?

Dein Anteil an dem, was gerade geerntet wird, jede Woche frisch im Depot. Es gibt zwei Größen: Der reguläre Anteil reicht meist für ein bis zwei Personen, die regelmäßig kochen. Der Single-Anteil ist etwa die Hälfte, für eine Person, die nicht jeden Tag kocht. Angebaut werden vor allem samenfeste und alte Sorten, dazu kommt je nach Saison etwas Obst von den eigenen Streuobstwiesen.

Kann ich mir aussuchen, was drin ist?

Nein, geteilt wird, was geerntet wird. Was diese Woche kommt, siehst du vorher im Portal. Was du nicht magst, kannst du im Depot tauschen oder in die Verschenkkiste legen, die es in vielen Depots gibt.

Warum kann ich nicht einzeln nach Bedarf bestellen?

Weil die Kisten für alle gleich gepackt werden, sonst wäre das nicht zu schaffen. Wer mehr möchte, kann Eier und Wurst als Zusatzabo dazubuchen.

Wer entscheidet, was angebaut wird und was es kostet?

Einmal im Jahr, im Februar oder März, gibt es die Jahreshauptversammlung. Dort stellt das Team die Anbau- und Wirtschaftsplanung vor, und die Beiträge für das nächste Jahr werden beschlossen. Alle, die einen Anteil haben, sind eingeladen.

Was es kostet und woran du gebunden bist.

Anteil, Preis und Vertrag

Was kostet ein Ernteanteil?

Der Single-Anteil kostet 72 € im Monat, der reguläre 125 €. Dazu gibt es einen Sponsor- und einen Solidarbeitrag. Alle Preise und Zusatzabos stehen auf der Seite Ernteanteil. Die Beiträge beschließt die Jahreshauptversammlung.

Was ist mit Sponsor- und Solidarbeitrag gemeint?

Wer mehr geben kann, zahlt den Sponsorbeitrag. Das macht den Solidarbeitrag möglich: für alle, bei denen das Geld gerade knapp ist. Du wählst ihn einfach bei der Anmeldung aus, schon im Probemonat, ohne Begründung und ohne Nachweis. Bitte nimm ihn nur, wenn du ihn wirklich brauchst.

Warum erst ein Probemonat?

Ein Jahr ist lang, und die wöchentliche Abholung muss in deinen Alltag passen. Deshalb probierst du es erst vier Lieferungen lang aus. Die Anmeldung ist verbindlich, der Probemonat endet aber von allein. Du musst nichts kündigen.

Wie mache ich nach dem Probemonat weiter?

Gegen Ende bekommst du eine Mail mit einem Link zum Vertrag. Den schließt du online ab, mit ein paar Klicks. Dort wählst du auch deinen Beitrag und wie oft abgebucht wird.

Wie lange läuft der Vertrag?

Zwölf Monate. Danach verlängert er sich um ein weiteres Jahr, wenn du nicht drei Monate vor Ablauf kündigst. Wenn du vorher raus musst, kann jemand deinen Anteil übernehmen.

Wie bezahle ich?

Den Probemonat per Lastschrift oder Überweisung. Den Vertrag per Lastschrift, im Rhythmus deiner Wahl: monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder für das ganze Jahr. Bei monatlicher Zahlung wird am 25. für den Folgemonat abgebucht. Zum Vertragsbeginn kommen einmalig 35 € Kistenpfand dazu, die du beim Ausscheiden zurückbekommst.

Ich habe ein neues Konto. Was muss ich tun?

Im Portal auf „Bankverbindung ändern“, hier geht es direkt dorthin (vorher mit deiner Mailadresse einloggen). Dort erteilst du das neue SEPA-Mandat. Deine IBAN bitte nicht per Mail schicken.

Kann ich pausieren?

Nur für volle Monate, nicht einzelne Wochen. Ein bezahlter Monat wird immer komplett geliefert. Für einzelne Wochen siehe die Frage zum Urlaub.

Gibt es Eier oder Wurst dazu?

Eier und Wurst kannst du als Zusatzabo buchen, in festen Einheiten. Die Eier kommen vom Partnerbetrieb Eberhardt im Oderbruch, die Wurst ist vom Wild aus der Region. Abgerechnet wird einmal im Monat, was du tatsächlich bekommen hast. Kündigen kannst du bis zum 15. zum Monatsende. Preise stehen auf der Seite Ernteanteil.

Wo dein Anteil steht und wann.

Depot und Abholung

Wo bekomme ich meinen Anteil?

In einem Depot in deiner Nähe: 27 Depots in Berlin, Potsdam, Falkensee und Wustermark. Auf der Seite Depots findest du alle mit Liefertag und Abholzeit. Die genaue Stelle und wie du reinkommst, schreibt dir vor dem Start deine Depotleitung.

Wie läuft die Abholung?

Dein Anteil liegt vorgepackt in einer Kiste im Depot. Du bringst eine eigene Tasche mit, füllst um und lässt die Kiste da, sie wird für die nächste Woche gebraucht. In den meisten Depots sind wir Gäste, deshalb bitte ordentlich hinterlassen.

Wie oft wird geliefert?

Meistens jede Woche. Der Inhalt der Kiste folgt der Saison: Im Winter kommt mehr Lagergemüse, dank der Folientunnel aber auch frisches Blattgemüse. Je nachdem, wie viel frische Ernte da ist und wie viel Lagergemüse noch übrig ist, liefern wir dann nur alle zwei Wochen. Solange die Vorräte reichen, fallen die Kisten dafür üppiger aus. Wann und wie lange das nötig ist, hängt vom Wetter ab und ist jedes Jahr anders.

Warum kann ich die Kiste nicht mitnehmen?

Für jeden Anteil gibt es zwei Kisten: eine wird auf dem Acker gepackt, die andere steht leer im Depot und fährt bei der nächsten Lieferung zurück. Nimmt jemand eine mit, fehlt sie. Dafür gibt es auch das Kistenpfand.

Was, wenn ich mal nicht abholen kann?

Dann holt jemand anderes für dich ab, oder du gibst deinen Anteil frei: eine kurze Mail über die Verteiler-Adresse deines Depots, dann nehmen ihn die anderen mit. Hauptsache, nichts bleibt liegen.

Was ist, wenn ich im Urlaub bin?

Einzelne Wochen aussetzen geht nicht, dafür sind es zu viele Anteile und Liefertage. Gib deinen Anteil frei oder such dir eine Vertretung. Übers Jahr gleicht sich das erfahrungsgemäß aus.

Kann ich das Depot wechseln?

Ja, jederzeit. Im Portal unter „Änderung anfragen" oder per Mail an teilnehmer@speisegut.com.

Die drei Termine im Jahr und alles daneben.

Anpacken

Was sind Mitmachtage?

Tage auf dem Acker, an denen wir gemeinsam säen, pflanzen, jäten und ernten. In der Regel samstags von 10 bis 16 Uhr, meist in Gatow, manchmal in Marquardt. Manche organisieren Teilnehmende selbst. Vorkenntnisse brauchst du nicht, das Ackerteam zeigt, wie es geht. Oft bringen alle etwas zu essen mit.

Muss ich mithelfen?

Im Probemonat nicht. Mit dem Vertrag gehören drei Einsätze im Vertragsjahr dazu. Wer das gesundheitlich nicht kann, ist befreit. Statt der Einsätze kannst du dich auch über den Sponsorbeitrag oder in einer Initiative einbringen.

Wie melde ich mich an?

Im Portal unter Mitmachtage. Dort stehen alle Termine mit Ort und Aufgabe, und du siehst, wie viele Einsätze du schon hast. Ein Mitmachtag findet statt, wenn sich genug Leute anmelden.

Was muss ich mitbringen?

Kleidung, die schmutzig werden darf, feste Schuhe, genug zu trinken und etwas zu essen. Das Wasser auf dem Acker ist kein Trinkwasser. Handschuhe gibt es nur begrenzt, eigene sind gut.

Kann ich auch unter der Woche helfen?

Ja, Hilfe ist auch unter der Woche willkommen. Frag deinen Wunschtermin einfach im Portal unter Mitmachtage an, dann meldet sich jemand vom Ackerteam.

Wie kann ich mich sonst einbringen?

In einer Initiative, etwa für neue Depots oder die Website, beim Verteilen von Flyern, an einem Infostand, als Vertretung bei der Auslieferung oder mit einer eigenen Idee. Schreib an teilnehmer@speisegut.com.

Für alle, die einen Ort haben oder Zeit.

Ein Depot gründen oder leiten

Wie gründe ich ein Depot?

Du brauchst einen Ort, eine Person, die sich darum kümmert, und 5 bis 8 Haushalte, je nach Standort. Wir schauen, welcher Liefertag auf eine Tour passt. Mehr dazu auf der Seite Depot anbieten.

Was braucht ein Depotstandort?

Ein festes Zeitfenster pro Woche, in dem abgeholt werden kann, je länger, desto besser. Unser Fahrer muss am Liefertag hineinkommen, per Schlüssel oder zu den Öffnungszeiten. Platz für die Kisten, etwa ein bis zwei Quadratmeter, schattig und trocken. Gut geeignet sind Cafés, Läden, Praxen, Familienzentren oder Kirchengemeinden.

Was macht eine Depotleitung?

Sie kümmert sich darum, dass der Fahrer hineinkommt und die Lieferung gut ankommt, begrüßt neue Leute und ist vor Ort ansprechbar, auch für den Kontakt zum Ort selbst. Das ist ein Ehrenamt, fast jedes Depot hat eine. Untereinander tauschen sich die Depotleitungen in einem gemeinsamen Gruppenchat aus. Als Dankeschön gibt es einen Rabatt auf den eigenen Anteil.

Betrieb, Acker, Menschen.

Wer wir sind

Wer ist SpeiseGut?

Ein Gemüsebaubetrieb ohne Hof: Bauer Christian und das Ackerteam bewirtschaften die Havelmaten und die Alte Gärtnerei in Gatow sowie Äcker in Marquardt bei Potsdam. Die Havelmaten liegen im Naturschutzgebiet, dort wird nur unter freiem Himmel angebaut. In der Alten Gärtnerei stehen fünf unbeheizte Folientunnel. SpeiseGut ist Biokreis-zertifiziert, gegründet 2013.

Wo ist der Acker und wie komme ich hin?

Die Havelmaten am Havelmatensteig und die Alte Gärtnerei an der Buchwaldzeile, beide in Gatow. Mit dem Bus X34 vom Zoologischen Garten bis „Alt-Gatow" (rund 35 Minuten) oder mit dem 134 vom Rathaus Spandau bis „Am Graben". Schön ist auch die Fähre von Wannsee nach Kladow und von dort mit dem Rad an der Havel entlang. Nach Marquardt fährt die Regionalbahn RB21, vom Bahnhof läuft man zu den Flächen am Königsdamm.

Auch das gehört dazu.

Wenn es nicht passt

Was mache ich, wenn es mir zu viel Gemüse ist?

Im Sommer und Herbst gibt es mehr, als man frisch essen kann. Einkochen und Fermentieren sind nicht schwer, und auf der Seite Rezepte gibt es über 80 Rezepte, sortiert nach dem, was gerade in der Kiste liegt. Was übrig bleibt, freut andere im Depot.

Wie werde ich Teilnehmer*in?

Über den Probemonat: Depot, Anteil und Starttermin wählen, dauert ein paar Minuten.