Der Grünkohl hat es nicht geschafft
Nach einer Woche Tauwetter ist es noch einmal kalt geworden. Wir sind zweimal nach Marquardt gefahren, um zu schauen, ob wir Porree oder Grünkohl ernten können. Leider mussten wir feststellen, dass der gesamte Grünkohl den Dauerfrost der letzten zwei Monate nicht überlebt hat. Das ist ein herber Verlust für uns alle.
Der Porree ist zwar durch Tierfraß am Grün gezeichnet, aber noch in gutem Zustand. Nur war der Boden auch Ende der Woche nicht mehr als fünf Zentimeter aufgetaut. Ernten ging nicht.
Zwei Autos, beide fest
Das Tauwetter hat uns vor die Herausforderung gestellt, den Acker überhaupt zu befahren. An einem Tag sind sowohl das Ackerauto in Marquardt als auch das Lieferauto in der Alten Gärtnerei stecken geblieben. Am Ende der Woche mussten wir die Solawi-Kisten erst einmal vom Acker herunterbringen, um sie beladen zu können. Das sind schon Erlebnisse.
Das Foto zeigt die Flächen in den Havelmaten bei Tauwetter. Das Wasser staut sich, weil es vom Berg auf die unebene Fläche herunterläuft.
Der Frühling muss warten
Der Frühjahrsanbau in den Folientunneln verzögert sich, weil es keinen Sinn macht, bei Minusgraden zu säen und zu pflanzen. Die Radieschensaat muss warten, und auch unser Jungpflanzenbetrieb verzeichnet 25 Prozent weniger Sonneneinstrahlung und damit ein gehemmtes Wachstum in der Anzucht. Die ersten frischen Kulturen werden also später kommen. Der Ackerboden draußen muss erst tauen und dann abtrocknen.
Warum wir jetzt nur alle zwei Wochen liefern
Wie in den vergangenen Jahren liefern wir im Spätwinter nur alle zwei Wochen. Damit überbrücken wir die Zeit, in der es wenig Frischgemüse gibt, und haushalten mit dem Lagergemüse, bis das Neue gewachsen ist.
Zusammengestellt aus den Acker News vom 17.02.2026, dem wöchentlichen Newsletter an unsere Mitglieder.